logo sm

listeÜbersicht EVENTS 2009/10


Besuch der KZ - Gedenkstätte Dachau 

Mehr Infos zur Gedenkstätte aus dem Internet: ->

In Dachau gibt es seit 1933 ein KZ. Früher war es eine alte Waffenfabrik. Es wurde für politische Gegner Hitlers, Zigeuner und später Juden gebaut. Von den Häftlingen wurde dann dass neue KZ gebaut. Jetzt wird das alte als Polizeirevier genutzt. Wenn man in das neue KZ eintritt, sticht sofort ein Denkmal ins Auge, das mitten auf dem Appellplatz steht. Es sieht aus wie ein Stacheldraht der aus toten Menschen besteht und an die schrecklichen Ereignissen an diesem Ort erinnern soll. Auf dem Appellplatz haben die Häftlinge früher in der Früh und am Abend stundenlang stramm stehen müssen. Wenn Häftlinge geflohen sind, mussten die anderen so lange stramm stehen bis der geflohene Häftling gefunden wurde.

Wir gingen über den Apellplatz zu den einzelnen Baracken. Es gab in Dachau insgesamt 34 Baracken, das waren dann auf jeder Seite 17. Die ersten beiden Baracken sind noch erhalten geblieben. In den Schlafräumen waren immer drei Stockbetten übereinander. Später hatten die Inhaftierten keine Einzelbetten mehr sondern nur noch Gemeinschaftsbetten. Die Matratzen waren mit Stroh gefühlt. Jeder Häftling hatte einen Spind, der täglich kontrolliert wurde. Der Boden musste immer glänzen, sonst bekamen sie eine schlimme Strafe. Sie hatten zwei riesengroße Waschbecken, die aussahen wie ein Brunnen. Die Toiletten waren nicht voneinander abgetrennt, sondern es waren ca. 12 in einem Raum. Diese waren immer genau gegenüber und mit einen bestimmten Abstand aneinander aufgereiht.

Anschließend konnten wir die Gaskammer und das Krematorium besichtigen. Von außen sahen das Krematorium und die Gaskammer aus wie ein gewöhnliches altes Haus nur mit einen großen Schlot. Wenn man durch den Eingang kam, gelangte man in einen Warteraum, wo den Menschen versichert wurde, dass sie duschen durften. Danach mussten sie sich ausziehen, dann durften sie unter die Dusche, doch es kam kein Wasser sondern Gas. Bis alle tot waren, dauerte es 20 Minuten. In Dachau wurde die Gaskammer jedoch nie in Betrieb genommen. Warum das so war, weiß keiner genau. Im nächsten Raum wurden den Häftlingen die Wertsachen und die Haare abgenommen. Am Schluss wurden die Menschen in die Verbrennungsöfen geschoben und dort verbrannt. Die Asche wurde in großen Gräber gelehrt und in den Bach gekippt. Es wurden früher von den SS Leuten Löcher gegraben und dann wurde die Asche von den Leichen reingeschüttet und wieder zugefüllt. Als die Amerikaner kamen, machten sie die Löcher mit Grabsteinen zu.

Nach einer Führung durch das KZ sahen wir noch einen Film, der über das Leben der Gefangenen im KZ in Dachau berichtete. Sie mussten harte Arbeiten verrichten und bekamen so gut wie nichts zu essen. Wohnen mussten sie in kleinen Baracken, eng zusammengequetscht. Kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner starben noch tausende Menschen.

"Erst wenn man das alles sieht, wird einem bewusst, wie schlimm das Ganze war!"

"Es war ein sehr lehrreicher und interessanter Ausflug, aber auch sehr erschreckend!"

Zum Seitenanfang