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Harburg ist Inklusionsschule

Das Schulprofil Inklusion

Mit der Einführung des Schulprofils "Inklusion" und einer Reihe von weiteren Maßnahmen wurde die UN-Behindertenrechts-Konvention umgesetzt. Ein Video auf der Seite des Bay. Kultusministeriums zeigt dies konkret. Zu dessem Start bitte auf das Bild klicken

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Zuerkennung des Profils Inklusion 2011

profil 0Zum Start des Schuljahres 2011/12 stattete Kultusminister Ludwig Spänle 41 bayerische Grund- bzw. Mittelschulen mit dem „Schulprofil Inklusion“ aus. 7 dieser Schule befinden sich im Regierungsbezirk Schwaben, Harburg ist gleich zweimal vertreten: Sowohl die Grundschule als auch die Mittelschule (als einzige in Schwaben) haben das Schulprofil Inklusion. Was bedeutet dies?

Die Zuerkennung des „Schulprofils Inklusion“ ist der bayerische Weg zur Umsetzung der UN–Behindertenrechte–Konvention, wodurch allen Kindern das Recht auf den Besuch einer Regelschule erteilt wird. Damit stehen wir als Profilschule in der Pflicht uns intensiver mit der Heterogenität unserer Schülerschaft auseinander zu setzen, mit Schülern also, die unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen: Probleme beim Lernen oder Verstehen, mangelndes Selbstvertrauen, körperliche Beeinträchtigungen oder soziale Defizite. Dazu stehen uns zusätzliche Stunden sowie auch Fachpersonal vom Förderzentrum Kaisheim zur Verfügung. Schon jetzt können wir erkennen, dass wir mit diesem Zusatzangebot wertvolle Hilfestellungen leisten und mehr Zeit für die individuelle Förderung zur Verfügung steht.

Um als Profilschule weiterhin erfolgreich arbeiten zu können, hoffen wir auch zukünftig auf diese zusätzlichen Stunden und die gute harmonische Zusammenarbeit mit unseren Partnern vom Förderzentrum.

Schulprofil „Inklusion an der Grund- und Mittelschule Harburg“.

STARKE KINDER - STARKE SCHULE - STARKE LEHRER - GEMEINSAM SIND WIR STARK
Kein Kind
darf
verloren gehen
 Alle sind für Inklusion zuständig  profil 1 Gemeinsam
sind wir
stark
   ALLE Barrieren in Bildung und Erziehung auf ein Minimum reduzieren  
 Wir sehen und empfinden
Unterschiede als Bereicherung
 Wir verstehen uns als
Schulfmailie

 

Begriffliche Klärung

Ein Schlüsselkonzept des Index für Inklusion (Martin Luther-Universität, Halle, Wittenberg) ist die Unterstützung von Vielfalt, deshalb bedeutet Inklusion in Erziehung und Bildung für uns

  • gleiche Wertschätzung ALLER SchülerInnen und MitarbeiterInnen,
  • Abbau von Barrieren für Lernen und Teilhabe ALLER SCHÜLER UND SCHÜLERINNEN, nicht nur solcher mit Beeinträchtigungen oder solcher, denen besonderer Förderbedarf zugesprochen wird,
  • Weiterentwicklung der Kulturen, Strukturen und Praktiken in Schulen, so dass sie besser auf die Vielfalt der SchülerInnen ihres Umfeldes eingehen,
  • Sichtwiese, dass Unterschiede zwischen SchülerInnen Chancen für das gemeinsame Lernen sind und nicht Probleme, die es zu überwinden gilt,
  • Betonung der Bedeutung von Schulen dafür, Gemeinschaften aufzubauen, Werte zu entwickeln und Leistungen zu steigern,
  • Anspruch, das Inklusion in Erziehung und Bildung ein Aspekt von Inklusion in der Gesellschaft ist.

Inklusion bedeute für uns …

profil barriere… bei der Inklusion geht es darum, ALLE Barrieren in Bildung und Erziehung für ALLE Schüler und Schülerinnen auf ein Minimum zu reduzieren Das gemeinsame Lernen und das soziale Zusammensein bieten viele Möglichkeiten zum Wohle aller unserer Schülerinnen und Schüler, da alle von den erweiterten Angeboten, der zusätzlichen Förderung und der intensiven Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum profitieren können. Die Umsetzung der Inklusion muss für alle am Schulleben Beteiligten ein Vorteil sein.

Mit dem Profil Inklusion versuchen wir ein weites Feld abzudecken, da bei uns Kinder mit körperlicher, geistiger, emotionaler und lernentwicklungsbedingter Fördernotwendigkeit mit Regelkindern der Grundschule und Mittelschule unterrichtet werden. Diese Kinder sind nicht angehängt, sondern sie sind – immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten – in den regulären Schulalltag integriert.

Die Förderung im Zuge des Profils Inklusion erstreckt sich aber auch auf die Reduzierung von Hindernissen, die aufgrund sprachlicher Defizite, familiärer Besonderheiten sowie Über-, bzw. Unterforderung in lerntechnischer Hinsicht entstehen können.

profil lernenWir wollen …

  • gemeinsames Lernen zwischen den Schülern und Schülerinnen entwckeln.
  • die Entwicklung und Weiterentwicklung des Selbstwertgefühls, der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins jedes Kindes.
  • Grundwissen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.
  • Werte, Haltungen und Schlüsselqualifikationen für eine gesellschaftstragende Persönlichkeitsentwicklung vermitteln.
  • jedes Kind in seiner Selbsttätigkeit, Selbstständigkeit und Selbstgestaltung fördern.
  • durch Individualisierung und Differenzierung auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler eingehen.
  • ein effizientes Miteinander von Elternhaus und Schule, welches unabdingbar für eine optimale Schulentwicklung ist.

profil rahmenKonkrete Umsetzung des Profils Inklusion

Rahmenbedingungen und Vorüberlegungen

Förderung muss so ausgerichtet sein, dass Stärken erweitert und Schwächen minimiert werden. Somit entstehen ein Wissens- und Kompetenzzuwachs und damit das Bewusstsein, für den eigenen Erfolg verantwortlich zu sein. Dieses Bewusstsein vermittelt Stolz und ist somit eine wesentliche Grundlage für den eigengestalteten, lebenslangen Lernprozess.

Für den Unterricht gilt daher: So viel Gemeinsamkeit beim Lernen wie möglich, so wenig Differenzierung bei Leistungsunterschieden wie nötig. Offene Unterrichtsformen müssen daher einen Großteil des Unterrichtsalltags abdecken. Neben der Möglichkeit zur Notenaussetzung können leistungsdifferenzierte Lernzielkontrollen eingesetzt werden. Heterogenität setzt natürlich ein differenziertes Unterrichten und eine differenzierende Leistungsbewertung voraus.

Für den Stundenplan gilt: Flexibilität nach Bedarf, keine zwingende Einhaltung der 45 Minuten-Grenzen, Förderschienen klassenübergreifend anlegen.

Der Einsatz eines Inklusionsteams, bestehend aus Lehrkräften der Grund- und Mittelschule, Lehrkräften vom Förderzentrum und Förderlehrkraft der Schule, steuert den Inklusionsprozess nachhaltig.

So arbeiten wir

profil 6Inklusiver Unterricht – neue Lernformen
  • Unterricht hat differenzierte und komininierte Förderziele
  • Sinus-Aufgaben im Mathematikunterricht
  • Lernen in Bausteinen – Wocheplan – Arbeiten in Werkstätten
  • Förderraum der Förderschullehrkräfte
  • Lernen in kooperativen Formen
  • gmeinsame Strukturen → Classroom-Management
  • gemeinsamer Einsatz von Team-Pin-Board: Verhaltensziele für Arbeits- und Sozialverhalten für gesamte Schule

  • kompetenzorientiertes Unterrichten
  • Unterricht, der alle Sinne und alle Lerntypen anspricht
  • Unterricht ist klar, transparent und verständlich
  • Projektorientierter Unterricht (klassen- und jahrbangsübergreifend)
  • Nutzung der Leseburg (Lese- und Spielzimmer)
  • Nutzung von drei Gruppenräumen

profil 7Kooperration im Team

  • Interdisziplinäre Teamkooperation: Zusammenarbeit von Regelschullehrkkräften, Lehrkräften für Sonderpädagogik, Förderlehrkräften, Schulbegleitern, Erzieherinnen
  • Arbeit im Lehrerteam, gemeinsame Planung von Unterricht, Absprache, Reflexion
  • Jour-Fixe jeden Montag
  • externe Untersützung (z. B. Erzieherinnen der Mittagsbetreuung)

Diagnose und Förderung

  • Sonderpädagogische Förderschwerpunkte →Entwicklung individueller Förderung durch Förderpläne, förderdiagnostischer Bericht
  • Überprüfung der Lernausgangslage und Lernentwicklung ALLER Schüler
  • Einsatz individueller Förderung nach Bedarf
  • Schulleben und Schulkonzept
  • aktive Beteiligung der Schulleitung, Begleitung → Unterstützung, wo möglich, Gestaltung des Stundenplans flexibel für Förderstunden
  • alle Schüler haben die Möglichkeit erfolgreich an außerschulischen Aktivitäten (AGs, Klassenfahrten, Ausflügen, Feiern …) teilzunehmen
  • Projektwochen und Projekte klassen- und jahrgangsübergreifend

profil 8Vernetzung mit dem Umfeld

  • Vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Eltern (Elternbeirat, Elterngespräche, Eltern betreuen „gesunde Pause“ bei Sportfesten, ebenso Obst- und Gemüseprojekt)
  • Elternsprechzimmer, Telefon
  • Beratungssprechstunde der Förderlehrkräfte für Schüler, Eltern und Lehrer
  • Kooperation mit KiGas, Förderzentrum Kaisheim, Hermann-Keßler Schule Möttingen (Schule für geistig und körperlich behinderte Kinder)
  • Kontakt mit dem Jugendamt, Versorgung der Schulbegleiter, Außenstelle Josefinum Nördlingen, HPT Donauwörth

profil 1Inklusion bedeute für uns,

  • dass alle Kinder eingebunden und gefördert werden,
  • dass gezeigte Leistungen nicht gleichwertig sein müssen,
  • dass alle Kinder ihr Leistungsvermögen zeigen und erweitern können,
  • dass körperliche, sprachliche, soziale und geistige Unterschiede kein Ausgrenzen nach sich ziehen dürfen
Basisstrukturen

Um gemeinsam den Weg der Inklusion gehen zu können, haben wir verschiedene äußere Strukturen gemeinsam erarbeitet und festgelegt. Innere Ordnung aus der äußeren Ordnung:

  • Team-Pin-Board (soziale Verhaltensziele)
  • gemeinsame Bewertungsgrundlagen für schriftliche Leistungsmessung
  • Classroom-Management: Rituale und Strukturen finden bei allen statt (gleiche Farben für Wortkarten, etc.), Team-Teaching
  • Streitschlichter, gewaltfrei Lernen, Faustlos
  • SoMo-Team – Schule ohne Mobbing

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