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Gruselstimmung in der 9 b

Ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten die Schüler im Fach Deutsch. Im Lesebuch war der Anfang einer Gruselgeschichte vorgegeben. Aufgabe der Schüler war es, diese Geschichte möglichst spannend weiterzuspinnen.


Das war der Anfang:

 "Es war im vergangenen Herbst in Südengland. Ich hatte mich für zwei Tage von dem Pfadfinderlagern abgemeldet, angeblich weil ich meine englische Tante besuchen wollte, in Wirklichkeit weil ich allein die berüchtigten Lonely Hills erkunden wollte.

Ich war den ganzen Tag durch die einsame Landschaft gewandert, die Sonne ging bereits unter und ich hielt Ausschau nach einer Unterkunft für die Nacht. Doch kein einziges Haus war zu entdecken. Ich ging und ging, da endlich sah ich vor mir ein Haus. Eigentlich hätte ich erleichtert sein müssen, doch beim Anblick des düsteren, neben einem sumpfig schwarzen Teich liegenden Haus fühlte ich mich seltsam unbehaglich. Die fahlen, grauen Mauern, die toten, wie leere Augenhöhlen starrenden Fenster und die Stümpfe der abgestorbenen Bäume am Teich weckten in mir ein Gefühl von Widerwillen und unbestimmter Furcht. Am liebsten wäre ich wieder umgekehrt. „Was bin ich für ein Idiot“, dachte ich, „ich sollte froh sein, dass ich ein Dach über dem Kopf habe!“

Neben dem Haus stand ein verrosteter Lastwagen. Ich zögerte einen Moment, dann ging ich entschlossen auf das Haus zu und klopfte dreimal laut gegen die Tür......" confused

Hier die Fortsetzung eines Schülers:

 … die Tür wurde geöffnet. Eine alte Frau fragte mit rauer Stimme: „Was willst du?“ Ich antwortete: „Eine Unterkunft für die Nacht!“ „Komme herein“, sagte sie und fragte: „Bist du hungrig?“ Ich bejahte, trat in einen düsteren Raum und setzte mich an einen von Furchen übersäten Tisch. Die Alte tischte mir Kartoffeln und ein Fleisch auf, das ich noch nie gesehen hatte. Ich fragte sie: „Was ist das für ein Fleisch?“ Sie sagte mit einem furchterregenden Lächeln auf den Lippen: „Schwein!“ Ich glaubte ihr nicht, sagte aber nichts, um sie nicht zu beleidigen und aß ein paar Brocken. Anschließend bat ich um mein Zimmer. Sie sagte: „Komm mit!“ Ich folgte ihr durch einen dunklen langen Gang auf ein offen stehendes Zimmer zu. Als ich eintrat, umgab mich ein modriger Geruch. Ich sah mich um, da entdeckte ich einen Hackstumpf, eine blutige Axt und etwas das aussah wie menschliche Überreste. Entsetzt drehte ich mich um und wollte panisch die Flucht ergreifen, als mich ein Paar kräftige Arme packten, die unmöglich von der Alten sein konnten. Eine tiefe Männerstimme sagte: „Du entkommst uns nicht!“ Ich bekam noch mehr Angst, als ich begriff, dass die Bewohner dieses Hauses Kannibalen waren. Ich fing an laut zu schreien und um mich zu schlagen und schließlich gelang es mir, dem Mann zu entfliehen. Doch als ich fast an der Tür war, packte er mich wieder! Plötzlich ertönte ein lautes Piepen und ich wachte schweißgebadet vom Klingeln meines Weckers auf! Gott-sei-dank war alles nur ein Albtraum!  

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